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Rallye Automobile Monte Carlo
22.01. - 28.01.2008
Reisebericht
 

Dezember 2007

Die

Vorbereitung     

läuft.....

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren! Es haben sich zwei Rallyefreunde gefunden, das Abenteuer Monte 08 in Angriff zu nehmen. Der Ducato wird mit Winterreifen 175/60/16 samt Stahlfelgen getunt. Eine neue, aber leistungsmäßig gleichwertige Lichtmaschine wird eingebaut, da die alte auf Wiedersehen gesagt hat, Frostschutz wird nachgefüllt, der Auspuff wird geschweißt (mehr Schub!) sowie der Wasserstand der Startbatterie. Die Boardbatterie  wird aufgrund ihrer noch geringen Lebensdauer (18 Monate) nicht in Augenschein genommen! Nachdem in gewohnter Manier der Bolide beladen wird, beschließen wir, am 22.01.2008 (9.00Uhr) zu starten

   

Tag 1

Die Abfahrt

 

 

 

 

 

 

Nach der ersten Kaffeepause (700m) nach Abfahrt, wird der Copilot nach einer durchzechten Abschiedsnacht verladen. Das erste elektrische Problem wird festgestellt. Die Boardspannung fällt total zusammen, als der Kühlschrank auf 12V umgestellt wird. Aber frohen Mutes, einen Elektroingenieur an Board zu haben, fahren wir um 08.45 auf die A2 auf. Während der Fahrt werden unsere Koteletts, Grillwürstel, Berner und so manch andere Güter tadellos gekühlt, so einen Essens- und Trinkluxus hat nicht jeder ;-). Mittagsrast in Wernberg (Kärnten) mit Cordon und Cappy, Arnoldstein, Udine, Venedig, Mailand und Turin werden passiert, ehe wir am Stellplatz in Avigliana (nähe Turin), und um 60 Euro Maut erleichtert, auf einem Wohnmobilstellplatz übernachtet (960km). Speis und Trank - Ham & Eggs samt Punti - wird von der Reiseleitung perfekt serviert. Gegen 24:00 Uhr wird der erste Anreisetag beendet!

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Tag 2

Die Ankunft in

Valence

Abfahrt vom Stellplatz gegen 07:30! Schnell wird beschlossen, kein Frühstück einzunehmen, sondern an der nächsten Tankstelle einen italienischen Cappuccino samt Crousoun zu sich zu nehmen. Tankpause in ca. 1500m Seehöhe. Voller Selbstvertrauen, die erste kalte Nacht im Wohnmobil überstanden zu haben, gehen wir in die Tankstelle. Ringsum Schifahrer in Schigewänder - Rallyefreunde aus Ternitz mit Badeschlapfn und Trainingshose! Weiterfahrt durch den "Weltberühmten" Tunnel Frejus, der Italien mit Frankreich verbindet. Dieser 12km langes Erlebnis, lassen wir uns einiges Kosten und wir bezahlen hierfür 42 Euro an Mautgebühr....!

   
 

   
 

Weiterfahrt Richtung Valence. In Grenobel wird die Leistungsfähigkeit unseres Navi´s auf die Probe gestellt - aber es besteht. Ankunft in Valence um die Mittagszeit und wieder um ca. 40 Euro Mautgebühr ärmer. Parkplatzsuche in der nähe des Service Parks! Nicht sehr souverän wollen wir den Service Park Sheriff überzeugen, das wir zum Andy Aigner Service Team gehören und unsere Akkreditierung abholen wollen, nur leider sind die eingewanderten Franzosen nicht immer so dumm, wie sie sind! Nach dem Zugang zum Serivcepark werden uns drei Team´s (Subaru, Suzuki und Citroen) präsentiert. Alle anderen Team´s, samt Gruppe N Autos und Co werden dem normalsterblichen verwährt). Copilot erwirbt WRC - Kappe und Haube und ab auf den Stellplatz am Shakedown! "Souverän" erreichen wir den Stellplatz am Shakedown. Nach Besichtigung der nahen Umgebung wird prompt das Wohnmobil vom Co verwechselt, doch die Franzosen nehmen es mit Humur?!. Nun wird das mitgebrachte fachgerecht zubereitet um danach den ersten Apperitif in Angriff zu nehmen! Zwischenzeitlich wurden wir von den Nachbarn angesprochen, natürlich in ihrer Nationalsprache. Nach dem höflichen Hinweis unsererseits, das wird leider kein französisch verstehen sondern nur Englisch, wird uns unmissverständlich mitgeteilt, das in Frankreich NUR französisch gesprochen wird! Ich liebe diese Franzosen.... Die 90Amp Boardbatterie, deren Flüssigkeit verdampft ist, wird mit echtem Schneebergwasser nachgefüllt - auf Empfehlung des Experten!

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Tag 3

Shakedown

 

Um 4:00 Uhr werde ich unsanft aus dem Schlaf gerissen. Mike ruft an und fragt, ob er uns aufgeweckt hat?! Sie finden den Stellplatz wo wir sind nicht! Geparkt wird daher am Start des Shakedown. Ein Treffen am Vormittag an der Strecke wird vereinbart. Um 08:00 Uhr stehen wir bereits draußen. Einige hundert Leute stehen entlang der Strecke. Bei einem rechten Abzweig platzieren wir uns und müssen feststellen, das bei Loeb nicht nur das Auto, sondern auch der Fahrer perfekt ist! Nicht umsonst wird er 2008 seinen 5.Titel holen. Als einziger fährt er den Abzweig innen an, während alle anderen Top - Piloten schön sauber die Kurve fahren. Nur an dieser Ecke wird der Konkurrenz zumindest 1 Sekunde abgenommen - Perfekt! Entlang der Strecke treffen wir die Hivonen´s! Nach einem kurzem Plausch kommt auch ein Steirer hinzu! Der Rest muss Wohnmobil putzen....

   
 

   
 

Wir vereinbaren, das wir uns am Start der SP 4 (Lachamp-Burzet) treffen. Unser Navi sagt uns ca. 65km. Die Zufahrt führt über enge Bergstrassen bergauf/bergab. Die Leistungsfähigkeit der 75PS Maschine wird zu 100% abgerufen! Mitte des Weges taucht im Hintergrund ein weiteres Wohnmobil auf. Noch so ein Trott..., der nicht die Hauptroute nimmt sondern sich voll auf das Navi verlässt! Das Navi führt uns über das Ziel zum Start, nicht ganz von Nachteil, daher beschließen wir, in die Prüfung einzufahren um einen bestmöglichen Stellplatz zu finden!

   
 
   
 

 

Ein Platz wird gefunden. Super Aussicht ca. 1000m entfernt. Das ganze Tal wird überblickt. Wir parken uns bei unseren französischen "Freunden" ein. Die Motorsäge wird ausgepackt und französisches Edelholz wird gefällt. Ein Franzmann bangt um sein Wohnmobil, als die Säge angesetzt wird! Nach nachmittäglichem Benzingesprächen bei Sonnenschein, schaut am späten Nachmittag noch Niki Lauda und Bob Marley bei uns vorbei! Letzterer sollte uns noch ganze Nacht am Schlafen hindern!

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Der zweite Apperitif wird in Angriff genommen. Bei Musik und Interviews (für die daheim gebliebenen) geht die Sonne unter. Das bedeutet für die Reiseleitung, ab ins Bett. Die Uhrzeit wird verschwiegen. Nach kurzem "dungarl" wird dem Co um 21:00 Uhr eintritt in das Wohnmobil gewährt. Diese Schlafunterbrechung wird genützt, um noch ein "Gute Nacht" Bier mit dem Rest der Steirer zu trinken (das Bett wird aber nicht verlassen). Entsetzt musste man feststellen, da die Schwochstö ebenfalls bereits heidi gegangen ist! BumBumBum bis in den Morgengrauen ist von Bob und seinen Freunden zu hören! Mit Extesy und Joints halten sich unsere Nachbarn fit!

   
 
   

Tag 4

Der erste

echte Rallye Tag !

 

Der nächste Tag beginnt windig - sehr windig! Ein Sturm bläst über den Bergrücken. Das fotografieren und filmen ist fast unmöglich! Der Sturm erreicht Orkanstärke. Das stehen an der Bergkante ist Lebensgefährlich! Bestmöglich schützen wir uns von den Böen als wir die 1000m hinauf zur Kehre gehen. Ein Radfahrer der uns entgegen kommt, muss bergab in die Pedale treten....aber umso besser schmeckt zu Mittag das Kotlett samt Kraut- und Erdapfelsalat unter den traurigen Blicken der Nachbarn werden sechs Stück verdrückt. Die Gendarmerie vor Ort wird zwischenzeitlich mit blauen Dosen verköstigt! Schamhaft wird aber der Gerstensaft in Plastikbecher umgefüllt!

   
 

   
 

Der Nachmittag wird im Wohnmobil bei Rallye - Filmen und Benzingesprächen verbracht, ehe am späten Nachmittag dem Start der WP 7 entgegengefiebert wird! Mein Co springt vollen Mutes, unter dem tosenden Applaus unserer neuen Freunde, die Böschung hinab. Die Telemark Landung wurde fast gestanden - Videokamera schlittert den Auslauf hinab - es kann weitergehen!

   
 

   
 

Ausfahrt aus der WP nicht ganz ohne Probleme. Die Tankanzeige brennt bereits seit mehreren Kilometern. Die Gendarmerie - offensichtlich nicht ganz nüchtern - erzeugt künstlich einen Stau! Die ganze PKW und WOMO Kolonne muss auf Anordnung dieser Komiker umdrehen. Als wird wieder retour fuhren, wurde die Strasse geöffnet! Erneutes wenden - ohne Servo - war angesagt. Bergab wurde die Maschine des Ducato bereits abgestellt um Diesel zu sparen! Es geht Richtung Lamastre - Alboussiere (WP 11-14). Eine Tankstelle wird relativ schnell gefunden (1 Liter €1,35). Einfahrt in die WP ist nicht mehr möglich, da bereits um 18:00 Uhr die Strecke gesperrt wurde. Wir fahren seitlich ein und zahlen dem Grundstückseigentümer € 3,00 Stellplatzgebühr. Wir bekommen aber dafür kostenlos Brennholz, das fast die ganze Nacht reichen soll. Nach Einnahme des obligatorischen Apperitif, werden die ersten Flaschen im Feuer verheizt. Eine Kopfschwere zwingt auch den letzten Naturburschen um 2:30 ins Bett!

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Tag 5

Der zweite Rallye Tag !

 

Tagwache! Wir gehen die gut 2km in die Prüfung. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten über die Platzwahl wird ein Kurvengeschlängel durch den Wald ausgewählt. Wiederum bestätigt sich meine Meinung, wie am Shakedown, das Loeb einfach die beste, brutalste und auch schnellste Linie fährt. Das Lenkrad wird kurz gezupft, Cut innen und weg ist er! Alle anderen "Eiern" um die Kurve. Mike würde aber auch mit seinem Astra das Talent ausgehen - wie er selbst zugab! Sordo kommt mit Motorschaden als nächster bei uns vorbei. Die Reifenmischung wird anhand des Abriebes auf dem Asphalt erkannt. Wir beschließen, nach dieser Prüfung den Schauplatz zu verlassen, um die gut 450km Richtung Monte Carlo in Angriff zu nehmen! Bei der Ausfahrt aus dem Stellplatz beschließen die Steirer (aus Angst gegen den Ducato nicht bestehen zu können...) das Reserverad samt Halterung abzulegen um so mehr Schub bergauf zu bekommen!

 

   
 

Volksfeststimmung bei der Durchfahrt durch Alboussiere (Ziel der WP 11-14) Bei der Abfahrt Richtung Valence kommen uns Loeb und Konsorten entgegen, die am Weg zur WP 12 sind. Nach Auffahrt auf die Autobahn fährt Mike mit dem Wohnmobil (das doch etwas besser motorisiert ist) voraus, um einen guten Stellplatz auf der Sonntagswertungsprüfung (WP16/18 Luceram) zu ergattern! Gegen 17:45 erreichen wir den Start der WP 16. Nach Durchfahrt durch den Start, wo bereits meine Freunde der Gendarmerie warten, fahren wir die Kehren von Luceram! Unter tosendem Applaus nehmen wir die Kehren souverän bis zum Stellplatz der bereits - fachmännisch - mittels Absperrband reserviert wurde!

   
 
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Die Abendstunden werden mit Berner Würstel und Ham & Eggs eingeläutet. Elektrische Probleme werden behoben! Letzte Übernachtung während der Rallye! Dies wird natürlich ausgiebigste gefeiert. Die letzten Reserven werden aktiviert! Das aggressive, französische Gestein rings um die Feuerstelle, zwing uns immer wieder zur Flucht (Explosionsgefahr bei Überhitzung). Zur späteren Stunde wird noch die Gasflasche im Wohnmobil gewechselt - ein lautes Pfeifen - reist so manchen Nachbarn aus dem Bett. Aber 2 Ingenieure schaffen alles - Ja wir schaffen es!  Auf genau 1000m ü.d.M. wird die letzte Rallyenacht, bei Lagerfeuer, Feuerwerk und guter Musik in Angriff genommen!

   
 

 

Tag 6

Der dritte Rallye Tag !

 

27.01.2008: Der letzte Rallye Tag beginnt! Nach morgendlichem Small Talk wird ein Rallyefanatiker bei der Morgentoilette beobachtet, Fanartikel gekauft und die Rucksäcke mit Gerstensaft gefüllt. Es ist windstill, 15Grad Plus, super Kehren, super Stimmung, WRC Herz was willst du mehr! Ein Aixam hatte den Mut, auf der Feuerstelle zu Parken! Mit Spannung wird auf den Start gewartet. Wir stehen oberhalb der Wohnmobile im Minenfeld! Der Start erfolgt jedoch +60min lt. Plan! Die Zeit wird zwischenzeitlich genützt, zwei Schwarzafrikaner zu erschießen und einige Zuschauer abzulichten

   
 
   
 

Ein fast nicht zu überbietender Platz. Wir sehen die WRC über 2min eine Kehre nach der anderem im Drift. Die Spreu vom Weizen trennt sich wieder. Am Talrand weht die Rot - Weiß - Rote Fahne, Wehmut kommt auf, dass kein einziger Österreicher - aktiv - dieses Jahr dabei ist! Passiv sind auch sehr wenige dabei. Außer den Hirvonen´s und natürlich dem PS-Team haben wir keinen einzigen getroffen! Auf diesem Weg möchten wir die sehr gute Zusammenarbeit mit dem PS-Team während der drei Rallye Tage hervorheben!

   
 
   
 

Nach eingehendem Studium der Kehren, beschließen wir die letzte Prüfung direkt an der Strecke in Angriff zu nehmen! Talabwärts durch die Zuschauermengen (R.I.P. Burns, Park & Colin) finden wir einen Platz oberhalb einer Kehre. Super Gigi lässt alle Hemmungen fallen (zu verlieren gibt es nichts mehr) und driftet um die Kehre, sein Co winkt wie nach einem Akt fröhlich aus der Seitenscheibe! Stimmung pur. Den Rest des Feldes verfolgen wir auf dem Begrenzungsmauer. EVO IX und Clio ca. 30cm hinter unserem Rücken!

   
 
   
 

Abschied! Das PS-Team tritt den Rückzug an. Wir wenden unsere Boliden gekonnt auf der engen Passstrasse, um dem Verkehrskollaps in Lucerem zu entgehen! Der Plan geht auf. Wir kommen fast ohne Probleme bis zur Autobahnauffahrt Richtung Genua! Gegen 17:00 fahren wir auf die Autobahn auf! Unser Ziel ist ein Campingplatz ca. 70km vor Genua (Kultivierung ist angesagt....) Vor Auffahrt auf die Autobahn entdecken wir einen kunstvoll abgeknickten Autoschlüssel im Zündschloss! Es wird heiß im Auto, jedoch zwei Ingenieure schaffen alle Hürden! Wir passieren Monte Carlo und San Remo! Der Campingplatz wird mit leichten Navigationsproblemen um ca. 18:30 erreicht! Nach eingehender Körperpflege wird das vom Campingplatzbetreiber empfohlene Restaurant zu Fuss angesteuert! Alkoholfreies Bier, Wurstplatte, Erdäpfelsalat, Nudeln und eine Fischplatte (ohne Messer und Gabel) runden diesen Tag harmonisch ab! Zurück beim Wohnmobil muss das Abendessen dringend mit ein Paar Punti´s nachgespühlt werden. Wenn zwei Ingenieure Essen gehen......

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Tag 7

Die Heimreise!

 

Abfahrt um 07:15. Das Tor des Campingplatz kann nur sehr schwer geöffnet werden. Noch gut 950km stehen auf dem Programm. Nach mehreren Tank- und Mautstopps sind wir um 14:30 in Kärnten auf der Raststation Dreiländereck, wo wir mitn Peda noch Essen und ein Bier trinken, ehe wir um 19:15 Uhr zu Hause ankommen!

   
Fazit:

Viele Kilometer, Viel Mautgebühr, Hoher Dieselpreis.... ca. 3.200km. Schöne Prüfungen im Süden, eher langweilige Prüfungen rund um Valence! Service Park so gut wie nicht zugänglich. 400km zwischen Valence und Monte Carlo sind zu viel! Alles im Allen aber doch eine Reise wert!

 

Maut:        217,90,-- (ohne Vignette Österreich !!!)

Diesel:       589,60,-- (ca. 3.000 km = ca. 15 Liter / 100km)

Sonstiges:  341,05,-- (Getränke, Essen, .......)

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Summe: 1.148,55,-- / 2 = 574,27,--

   
 

Alle Bilder finden Sie hier